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Vorstellung unserer Arbeit in der Rettungshundestaffel

Die Hunde und Hundeführer sind mehrere Stunden wöchentlich damit beschäftigt zu lernen und zu trainieren. Die Ausbilder nutzen den Trieb der Hunde, zwei davon sind der Spiel- und Futtertrieb. Unsere Hunde werden natürlich ohne Zwang und Starkzwangmittel ausgebildet. Wir setzen auf positive Verstärkung, Ruhe, Konsequenz und eine gute Portion Geduld.

In unserer Staffel werden sowohl Flächensuchhunde als auch Mantrailer ausgebildet. Hier wird individuell auf die Anlagen des einzelnen Hundes eingegangen.

Die Ausbildung der Flächenhunde findet meist in Waldgebieten oder auch auf Freiflächen statt, wobei wir hier großen Wert auf die Opferbindung legen. Zur reinen Suchausbildung  kommt noch die Gehorsamausbilung (Unterordnung, mit dem Ziel Begleithundeprüfung) und Konzentrationsübungen.

 

 

Flächensuche

Flächensuchhunde werden eingesetzt, wenn vermisste Personen im unwegsamen Gelände, in großen Waldflächen, Parks, Feldern oder Fabrikarealen vermutet werden. Es werden z.B. vermisste Kinder, orientierungslose Personen, verunglückte Jogger, Radfahrer, Wanderer oder Pilzsammler gesucht. Hierbei sucht der Flächensuchhund, durch eine Kenndecke gekennzeichnet und ohne Halsband und Leine, das zugewiesene Gebiet mit Hilfe des Hundeführers weitgehend selbstständig ab. Der Flächensuchhund meldet Dank seiner guten Nase jede Person, die sich im Suchgebiet aufhält. Der Hund zeigt die Person an.

Als Anzeige verstehen wir entweder das Verbellen der gefundenen Person oder aber der Hund findet und läuft dann zu seinem Hundeführer zurück, zeigt bei ihm z.B. durch Anspringen an und führt ihn zum Vermissten (Freiverweisen).

 

 

Mantrailing

Beim Mantrailing handelt es sich um eine Personensuche nach dem Individualgeruch einer Person. Mantrailer kommen zum Einsatz, wenn der letzte Aufenthaltsort der vermissten Person bekannt ist, nicht aber der Ort an den sich die Person begeben hat. Mit Hilfe eines Geruchsartikels (in der Regel getragene Kleidung) der vermissten Person, kann der Mantrailer die idividuelle Geruchsspur, die jeder Mensch hinterlässt, verfolgen.

Der Personenspürhund arbeitet an der langen Leine, die an seinem Geschirr befestigt ist. Meist sucht dieser in den Stadtgebieten, wo durchaus eine starke Personenfrequenz herrscht. Die Anzeige erfolgt entweder durch anbellen oder anspringen der gefundenen Person.

 

 

Öffentlichkeitsarbeit

Neben dem Training ist die Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiger Teil unserer Arbeit. So werden bei mehreren Vorführungen jährlich, z.B. am Tag der Sicherheit in Pfarrkirchen, Nachwuchstalente gefunden, aber auch für uns wichtige Spenden gesammelt. Wir, die BRK Rettungshundestaffel Rottal-inn sind aktiv bei Vorträgen und/oder Übungen mit verschiedenen Feuerwehren, dem Rettungsdienst und der Polizei. Dies ist uns ganz wichtig, um eine gute und reibungslose Zusammenarbeit im Einsatz zu erhalten.

Für die Kleinsten machen wir kindgerechte Vorstellungen um ihnen unsere Arbeit, als auch den Umgang mit Hunden näherzubringen. Hierzu besuche wir gerne Kindergärten und Schulen. Interessierte Lehrkräfte können sich gerne mit uns in Verbindung setzen.

 

 

Rettungshundeprüfung

Die Rettungshundeausbildung ist eine Spezialausbildung. Die Rettungshundestaffel bildet ehrenamtliche Rettungshundeteams in der Flächensuche und im Mantrailing aus. Die Ausbildung bis zur Prüfungsreife dauert ca. 2-3 Jahre.

Nach einem erfolgreichen Rettungshundeeignungstest und der absolvierten Ausbildung folgt die Rettungshundeprüfung. Diese Rettungshundeprüfung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen um als Flächensuchhund oder Mantrailer für die Vermisstensuche im Einsatz eingesetzt zu werden.

Um die konstante Qualität im Einsatz gewährleisten zu können, müssen Flächensuchhundeteams jede 24 Monate und Mantrailerteams jede 18 Monate die Rettungshundeprüfung erneut ablegen.

 

 

Einsätze

Ein Kind kommt nicht nach Hause, eine ältere Dame ist aus dem Altenheim abgängig, ein verzweifelter Mensch hat einen Abschiedsbrief geschrieben und ist dann verschwunden. .... Dies sind einige Beispiele für Einsätze bei denen wir die Polizei, die Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen bei der Vermisstensuche unterstützen können. 24 Stunden und 365 Tage im Jahr sind unsere Teams erreichbar.

Alle Einsätze erfolgen ehrenamtlich und sind unentgeltlich. Die BRK Rettungshundestaffel wird über die integrierte Leitstelle alarmiert. Unser Einsatzgebiet umfasst ganz Niederbayern und die Oberpfalz.

Aus Rücksicht gegenüber den vermissten und deren Angehörige werden von uns keine Einsatzdetails veröffentlicht.